Institut

Mit der Gründung des Instituts für angewandte Pflegeforschung Nordbaden e.V. ist im Kern beabsichtigt, die Entwicklung und Sicherung der Qualität der professionellen Pflege und des Nachweises ihrer Effektivität und Effizienz voranzutreiben. Die Errichtung des Instituts soll den regionalen strukturbedingten Forschungsdefiziten entgegenwirken. Aufgrund der angestrebten Kooperationen soll die Einwerbung von Drittmitteln zu Forschungszwecken und von Forschungsaufträgen leichter möglich sein.

Hintergrund

Die Gründungsversammlung fand am 20. September 2015 in Durmersheim statt. An der Gründung beteiligt waren Vertreter aus verschiedenen Fachdisziplinen, wie etwa der Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Sozialpädagogik und Diakoniewissenschaften. Zum Vorstandsvorsitzenden/Direktor des Vereins/Instituts wurde Hr. Knappich gewählt. Der wissenschaftliche Beirat des Instituts soll im Jahre 2017 konstituiert werden. Er soll sich aus Fachvertretern der beteiligten Hochschulen und einigen weiteren ausgewiesenen Persönlichkeiten im nationalen Pflege- und Gesundheitswesen zusammensetzen. Als unabhängiger und eigenständiger wissenschaftlicher Forschungsverein wird eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen angestrebt. Der Sitz bzw. die Verwaltung des Instituts ist in Durmersheim.

Die Nutzung von Synergien ist ein Grundgedanke, der den Verein von Beginn an getragen hat. Der Verein soll daher auch mit weiteren Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Verbänden intensiv kooperieren. Die Finanzierung des Vereins wird sowohl aus Eigenmitteln als auch aus Auftragsmitteln Dritter erfolgen. Die Eigenmittel werden in erster Linie durch Spenden von Förderern des Vereins und durch Mitgliedsbeiträge aufgebracht. Aufträge und Auftragsmittel können von Trägern und Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen, z.B. Krankenhäuser, Altenheime oder ambulante Dienste sowie von Verbänden und Stiftungen kommen. Auch für Kostenträger, z.B. Berufsgenossenschaften oder Kranken- und Pflegekassen, Ministerien und Behörden, die Gesundheitsindustrie und Pflegehilfsmittelhersteller etc. können im Institut zukünftig Projekte entwickelt und durchgeführt werden. Träger von Einrichtungen im Pflege- und Gesundheitswesen können zudem die satzungsgemäße Arbeit des Instituts durch eine Mitgliedschaft bzw. einen Fördererstatus unterstützen.

Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte des Instituts

Durch das Institut sollen anwenderorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte geplant, durchgeführt sowie begleitet und Ergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Durch die enge Kooperation der Beteiligten soll die notwendige Synergie ermöglicht werden, um eine wissenschaftliche und praxisnahe Bearbeitung relevanter Fragestellungen vornehmen zu können. Das Institut soll in erster Linie Erkenntnisse auf dem Gebiet der Pflegepraxis, der Pflegepädagogik und des Pflegemanagements gewinnen, die sowohl den Patienten und Pflegebedürftigen als auch den professionellen Diensten und Einrichtungen zugute kommen werden. Die inhaltliche Arbeit des Instituts soll im Schwerpunkt sowohl Fragen und Probleme des Pflegewesens, aber auch Aspekte der Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen und die Vernetzung verschiedener Institutionen und Organisationen betreffen.

Weiterführende Informationen

Gesellschaftliche Herausforderungen zu pflegerischer Versorgung führen zu erhöhter Forschungsförderung. Das primäre Ziel liegt in der Verbesserung der pflegerischen Versorgung. Im Durchschnitt werden Forschungsprojekte mit einem Volumen von bis zu 700.000 Euro gefördert. Um an Forschungsgelder zu gelangen, wird vielmals eine Gemeinnützigkeit des Antragstellers vorausgesetzt. 10% des Fördervolumens wird durch den Antragsteller getragen (vgl. Bartholomeyczik 2016). Aufgrund zunehmender Professionalisierung und Akademisierung der Pflegeberufe erhält die Pflegeforschung einen immer größeren Stellenwert. Qualitativ hochwertige Studien sind Voraussetzung dafür, auf dem neuesten Stand pflegewissenschaftlicher Entwicklungen zu bleiben und am Austausch von Wissen teilhaben zu können: Der Austausch von Fachpublikationen fördert die pflegewissenschaftliche und pflegepraktische Weiterentwicklung Um unsere Zukunftsaussichten als Institut mit Schwerpunkt angewandter Pflegeforschung einschätzen zu können, muss auch die Perspektive der Gesundheitsbranche selbst betrachtet werden. Unter anderem sprechen zentrale Entwicklungen auf der Nachfrage und auf der Angebotsseite sowie im politisch gesellschaftlichen Umfeld für ihre steigende Bedeutung: u.a. demographische Entwicklung, medizinischer und medizintechnischer Fortschritt.

Dienstleistungen

Pflegewissenschaftler suchen stets Antworten auf ihre qualitativen und quantitativen Forschungsfragen. Die Analyse von Daten hilft den Pflegeforschern, ihre zentralen Fragestellungen zu bearbeiten. Die Erhebung und Analyse von Daten basiert auf den Prinzipien des Pflegeforschungsprozesses. In jeder Phase dieses Prozesses wird ein spezifisches Know-how benötigt, um zuverlässige und gültige Daten und damit auch aussagekräftige Ergebnisse zu generieren. IfaP Nordbaden steht für qualitativ hochwertige Forschung und Lehre. Dank eigener Grundlagenforschung und langjähriger Erfahrung in ausgewählten Gebieten pflegewissenschaftlicher Forschung und pflegepädagogischer Fort- und Weiterbildung bietet das Institut umfassende Dienstleistungen an.

Unser Leistungsangebot

Wir unterstützen Sie auf wissenschaftlichem Niveau bei:
der Konstruktion und Bewertung von standardisierten Erhebungsinstrumenten (z.B. Feststellung von Schülerleistungen, Assessmentinstrumente etc.)

Wir unterstützen und beraten Sie in Ihrem Forschungsanliegen. Auf vielfältige Weise können wir Ihnen dabei zur Seite stehen:

Wir übernehmen Lehraufträge und führen Fortbildungen durch:

Standort

Unser Institut wurde in Durmersheim gegründet. Diese Region wurde bewusst ausgewählt, da sich in Baden-Württemberg insbesondere in der Region Nordbaden keine Einrichtung dieser Art befindet und die Region sich als Standort in Bezug auf pflege- und gesundheitswissenschaftliche Studiengänge erweitert. Dies zeigt sich u.a. darin, dass an den Hochschulen in Nordbaden vermehrt Pflegestudiengänge eingerichtet werden. Auch tragen der Wissenstransfer sowie die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis dazu bei, die Innovationskraft der Unternehmen und Einrichtungen zu stärken und damit Wettbewerbsvorteile zu realisieren.